Wenn du schon einmal eine Panikattacke erlebt hast, kennst du vielleicht das Gefühl, dass etwas Schlimmes mit deinem Körper passiert. Dabei versucht dein Körper in diesem Moment nicht, dir zu schaden. Er versucht, dich zu schützen. Nur leider tut er das zur falschen Zeit.
Wenn eine Panikattacke beginnt, fühlt sie sich oft nicht wie Angst an.
Sie fühlt sich an wie eine echte Gefahr.
Das Herz schlägt schneller. Die Atmung verändert sich. Vielleicht wird dir schwindelig oder deine Hände beginnen zu zittern. Jeder Mensch erlebt eine Panikattacke anders – doch eines haben viele gemeinsam:
Das Gefühl, dem eigenen Körper ausgeliefert zu sein.
In diesem Moment scheint der Körper die Kontrolle übernommen zu haben.
Und genau das macht so viel Angst.
Der Körper ist nicht dein Gegner
So beängstigend sich eine Panikattacke auch anfühlt – dein Körper versucht nicht, dir zu schaden.
Er reagiert auf etwas, das er als Gefahr wahrnimmt.
Das Problem ist nicht, dass dein Körper arbeitet.
Das Problem ist, dass er in diesem Moment Alarm schlägt, obwohl du vielleicht gerade gar nicht in Gefahr bist.
Vielleicht ist die eigentliche Frage eine andere
Anstatt immer nur zu fragen:
„Wie bekomme ich die Panik weg?“
könnte auch diese Frage hilfreich sein:
„Was versucht mein Körper mir gerade zu sagen?“
Vielleicht brauchst du eine Pause.
Vielleicht hast du dich in den letzten Tagen übernommen.
Vielleicht trägst du schon lange etwas mit dir herum, ohne es richtig wahrzunehmen.
Nicht jede Panikattacke hat dieselbe Ursache.
Aber manchmal lädt sie uns dazu ein, wieder genauer auf uns selbst zu hören.
Wir haben verlernt, innezuhalten
Unsere Tage sind oft voll.
Wir sagen Ja, obwohl wir eigentlich Nein meinen.
Wir funktionieren, obwohl wir erschöpft sind.
Wir schieben Gefühle zur Seite, weil gerade keine Zeit dafür ist.
Und manchmal merken wir erst durch unseren Körper, dass wir schon viel zu lange über unsere eigenen Grenzen gegangen sind.
Ein kleiner Gedanke zum Schluss
Vielleicht musst du deinen Körper gar nicht bekämpfen.
Vielleicht möchte er einfach, dass du ihm wieder zuhörst.
