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💚Meine erste Panikattacke – warum sie sich wie ein Zusammenbruch anfühlte

Es war ein kalter Nachmittag im Februar. Draußen lag noch Schnee, als ich mit meiner kleinen Tochter einkaufen fuhr. Sie saß zufrieden im Buggy und brabbelte fröhlich vor sich hin. Es sollte nur ein kurzer Einkauf werden.

Ein Salat.

Ein Brot.

Und die Tomatensauce, die ich am Vortag vergessen hatte.

Im Laden war alles wie immer.

Bis ich auf dem Weg zur Kasse noch kurz am Wühltisch stehen blieb.

Meine erste Panikattacke

Plötzlich hatte ich das Gefühl, als würde mir jemand schwere Sandsäcke auf die Schultern legen.

Von einer Sekunde auf die andere.

Mein Körper wurde schwer.

Mir wurde heiß.

Ich begann zu schwitzen.

Dann kam der Schwindel.

Ich dachte, ich würde jeden Moment zusammenbrechen.

Mein einziger Gedanke war:

Ich muss hier raus.

Nicht später.

Jetzt.

Vor der Kasse standen nur wenige Menschen. Normalerweise hätte ich keine Minute gewartet. Doch in diesem Moment fühlte sich jede einzelne Sekunde unendlich lang an.

Eine Verkäuferin bemerkte, dass etwas nicht stimmte.

Sie fragte mich, ob es mir gut gehe.

Ich schüttelte den Kopf und bat sie, meine Einkäufe wieder ins Regal zu räumen.

Sie bot mir an, mit ins Büro zu kommen und etwas Wasser zu trinken.

Aber ich wollte nur noch eines:

Raus.

Als ich draußen an der kalten Luft stand, wurde es langsam besser.

Zumindest dachte ich das.

Ich zitterte am ganzen Körper.

Ich fühlte mich völlig erschöpft.

Als hätte ich gerade einen Marathon hinter mir.


Ich dachte ich werde krank

Zu Hause rief ich meinen Freund an und erzählte ihm, was passiert war.

Seine erste Vermutung war, dass ich vielleicht krank werde.

Also blieb ich zwei Tage zu Hause.

Ich ruhte mich aus.

Ich wollte niemanden anstecken.

Und ich hoffte, dass alles wieder normal werden würde.

Doch ein paar Tage später wollte ich nur einen kleinen Spaziergang machen.

Keine zwanzig Meter von der Haustür entfernt passierte es wieder.

Schweiß.

Schwindel.

Atemnot.

Wieder dieses Gefühl, die Kontrolle zu verlieren.

Von da an begleitete mich diese Angst über Wochen.


Schließlich ging ich zum Arzt.

Er erklärte mir, dass ich sehr verspannt sei und die Beschwerden daher kommen könnten.

Mehr Bewegung würde sicher helfen.

Außerdem bot er mir psychologische Unterstützung an.

Natürlich nahm ich das Angebot an.

Ich wollte verstehen, was mit mir los war.

Doch schon beim zweiten Termin wollte man mir Antidepressiva verschreiben.

Ich sagte damals:

„Wenn es irgendwie möglich ist, möchte ich zuerst andere Wege ausprobieren.“

Die Antwort traf mich hart.

Mir wurde gesagt, wenn ich die Medikamente nicht nehmen wolle, sei ich auch nicht wirklich bereit für eine Therapie.

Ich ging nach Hause und fühlte mich zum ersten Mal richtig allein.


Ich wollte verstehen was mit mir passiert

Also begann ich selbst zu suchen.

Ich verschlang Bücher.

Ich las Blogs.

Ich suchte nach Erfahrungsberichten.

Ich wollte verstehen, was mit meinem Körper geschah.

Doch immer wieder hatte ich das gleiche Gefühl.

Viele Bücher erklärten auf hunderten Seiten die Theorie.

Am Ende gab es vielleicht eine kleine Atemübung.

Aber kaum jemand erklärte mir, wie sich das alles wirklich anfühlte.

Oder wie man den Alltag Schritt für Schritt wieder zurückgewinnen konnte.


Also begann ich zu experimentieren.

Ich probierte aus.

Ich beobachtete.

Ich schrieb auf.

Was hilft?

Was macht es schlimmer?

Welche kleinen Schritte bringen mich wirklich weiter?

Mit der Zeit merkte ich etwas Entscheidendes:

Es waren nie die großen Lösungen.

Es waren die kleinen Schritte.

Jeder einzelne brachte mich ein Stück näher zurück zu mir selbst.


Aus meiner Suche entstand „Deine Checkliste“

Aus diesen Notizen entstand später mein erstes Buch:

Deine Checkliste„.

Ein Buch voller Techniken und Erfahrungen, die mir auf meinem eigenen Weg geholfen haben.

Heute ist es unter anderem bei Orell Füssli, Amazon und LovelyBooks erhältlich.

Doch damit war mein Weg noch nicht zu Ende.

Denn irgendwann wurde mir klar:

Ich möchte nicht nur meine Geschichte erzählen.

Ich möchte anderen Menschen das geben, was ich damals so sehr gesucht habe.

Verständliche Erklärungen.

Kleine Schritte.

Und das Gefühl, mit der Angst nicht allein zu sein.

Darum gibt es heute Heidenangst

Nicht, weil ich alle Antworten habe.

Sondern weil ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man sie verzweifelt sucht.

Möchtest du mehr über Panikattacken wissen und wie diese kleinen Schritte aussehen?

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